Jeder von uns kennt die Redensart: „Schläfst Du mit offenen Augen“, was so viel bedeuten mag, man ist zu wenig aufmerksam. Aber gibt es das Phänomen wirklich, dass mit offenen Augen geschlafen wird? Ja dieses Phänomen gibt es tatsächlich!
Wissenswertes über das Schlafen mit offenen Augen
Schlafen mit offenen Augen – Was ist das?
Das Phänomen, im Schlaf die Augen nicht vollständig zu schließen, wird als „Lagophthalmus nocturnus“ bezeichnet. Es betrifft mehr Menschen, als man denkt, und kann verschiedene Ursachen haben. Häufige Gründe sind eine Schwäche der Gesichtsmuskulatur, neurologische Erkrankungen oder anatomische Besonderheiten der Augenlider. Besonders Menschen mit vergrößerten Lidspalten oder einer reduzierten Muskelkontrolle im Gesichtsbereich sind betroffen. Auch äußere Einflüsse wie trockene Luft oder bestimmte Schlafpositionen können dazu beitragen, dass die Lider sich während des Schlafs nicht vollständig schließen.
Wer kann mit offenen Augen schlafen?
- Viele Kleinkinder und Babys besitzen diese Fähigkeit. Gerade im Alter von 12 bis 18 Monaten ist es keine Seltenheit, dass das Kind mit offenen Augen schläft.
- Nicht alle Menschen können das. So wie bestimmte Menschen die Eigenschaft besitzen, Schlafwandeln zu können, können andere wiederum mit offenen Augen schlafen. Dieses Phänomen ist vor allem den genetischen Eigenschaften zu verdanken.
- Wer an Lagophthalmus leidet, der schläft mit offenen Augen.
- Die Schlafparalyse oder Schlaflähmung ist auch dafür verantwortlich, dass das Auge offen bleibt. Die Schlafparalyse wirkt sich aber meist nur beim Einschlafen und Aufwachen aus und betrifft in der Regel junge Erwachsene, die entweder zu wenig Schlaf erhalten oder zu viel Stress ausgesetzt sind.
Allgemeine Ursachen, die zu einem unzureichenden Lidschluss führen
Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass sie im Schlaf die Augen nicht vollständig schließen. Erst durch Beschwerden wie trockene oder gereizte Augen am Morgen oder Hinweise von Partnern oder Familienmitgliedern wird das Problem erkannt. Die häufigste Ursache für dieses Phänomen ist eine unzureichende Funktion der Augenlidmuskulatur. Dies kann genetisch bedingt sein oder durch Erkrankungen wie Gesichtslähmungen, Nervenschäden oder altersbedingte Veränderungen der Lidhaut entstehen. Besonders nach Schlaganfällen oder bei Erkrankungen wie dem Morbus Parkinson kann der Lidschluss gestört sein.
Auch mechanische Faktoren können dazu beitragen, dass die Augen nicht vollständig geschlossen werden. Menschen mit vergrößerten Augenlidspalten, einer starken Liderschlaffung oder nach bestimmten Augenoperationen sind besonders gefährdet. Zudem können äußere Faktoren wie eine falsche Schlafposition oder trockene Raumluft die Problematik verstärken. Wer regelmäßig mit offenen Augen schläft, sollte daher nicht nur mögliche körperliche Ursachen untersuchen lassen, sondern auch auf schlafumgebungsbezogene Faktoren achten, die das Problem begünstigen könnten.
Die Gründe für das Schlafen mit offenen Augen sind vielfältig und reichen von neurologischen Erkrankungen bis hin zu anatomischen Besonderheiten. Neben genetischen Faktoren können auch bestimmte Erkrankungen wie das Bell’sche Lähmungssyndrom oder ein Schädel-Hirn-Trauma dazu führen, dass die Augenlider nicht mehr vollständig schließen. In einigen Fällen tritt das Problem auch nach kosmetischen Eingriffen oder Lidoperationen auf, wenn zu viel Haut entfernt wurde und die Spannung der Augenlider dadurch beeinträchtigt ist.
Stress
Ein dauerhaft erhöhter Stresspegel kann sich auf viele Körperfunktionen auswirken, darunter auch auf den Schlaf und den Lidschluss. Wenn das vegetative Nervensystem überreizt ist, bleibt der Körper in einem Zustand der Anspannung, selbst während der Nacht. Dies kann sich durch unruhigen Schlaf, häufiges Erwachen oder auch durch einen unzureichenden Lidschluss äußern. Besonders während der REM-Schlafphase, in der intensive Träume auftreten und das Gehirn stark aktiv ist, können sich die Augenlider unkontrolliert bewegen und in einigen Fällen sogar leicht geöffnet bleiben.
Langfristiger Stress kann zudem zu muskulären Verspannungen im Gesichtsbereich führen, die es erschweren, die Augen vollständig zu schließen. Viele Betroffene bemerken dies auch im Wachzustand, wenn sie Schwierigkeiten haben, bewusst zu blinzeln oder ihre Augen entspannt zu schließen. Auch nächtliches Zähneknirschen oder eine erhöhte Muskelanspannung im Kieferbereich können den Lidschluss indirekt beeinflussen.
Um stressbedingten Schlafproblemen und einem unzureichenden Lidschluss entgegenzuwirken, sind Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen oder progressive Muskelentspannung hilfreich. Eine bewusste Schlafhygiene, der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke am Abend und regelmäßige Schlafenszeiten können ebenfalls dazu beitragen, das Nervensystem zu beruhigen und einen besseren Schlaf zu fördern.
Lagophthalmus
Lagophthalmus ist eine Erkrankung, bei der das vollständige Schließen der Augenlider nicht mehr möglich ist. Betroffene können weder im Wachzustand noch im Schlaf die Augen vollständig schließen, was zu einem starken Austrocknen der Hornhaut führt. Die Ursache liegt häufig in einer Schädigung des Gesichtsnervs (Nervus facialis), der für die Bewegung der Lidmuskulatur verantwortlich ist. Diese Schädigung kann durch neurologische Erkrankungen, Unfälle oder operative Eingriffe im Gesichtsbereich entstehen.
Menschen mit Lagophthalmus haben oft Schwierigkeiten beim Blinzeln, was die natürliche Befeuchtung der Augen beeinträchtigt. Dadurch steigt das Risiko für Infektionen, Entzündungen und langfristige Hornhautschäden. Besonders in der Nacht kann der fehlende Lidschluss dazu führen, dass die Augenlider nicht mehr ausreichend vor äußeren Einflüssen wie Staub oder trockener Luft geschützt sind.
Die Behandlung hängt von der Ursache ab. In milden Fällen helfen feuchtigkeitsspendende Augentropfen oder Gele, um die Hornhaut vor dem Austrocknen zu schützen. In schwereren Fällen kann eine Operation notwendig sein, bei der kleine Gold- oder Platinimplantate in die oberen Augenlider eingesetzt werden, um das Gewicht der Lider zu erhöhen und den Lidschluss zu verbessern.
Halbhirnschlaf
Während der Halbhirnschlaf bei Menschen nicht vorkommt, ist er bei bestimmten Tierarten eine bemerkenswerte Anpassung an ihre Umgebung. Wale, Delfine und einige Vogelarten haben die Fähigkeit, nur eine Gehirnhälfte schlafen zu lassen, während die andere weiterhin aktiv bleibt. Dadurch können sie sich auch im Schlaf vor Gefahren schützen oder weiterhin schwimmen. Ein sichtbares Merkmal dieses Schlafmusters ist, dass nur ein Auge geschlossen wird, während das andere offen bleibt.
Dieses Phänomen ermöglicht es beispielsweise Zugvögeln, lange Distanzen zu überbrücken, ohne vollständig in einen tiefen Schlaf zu fallen. Auch Meeressäuger profitieren davon, indem sie ihren Atemrhythmus aufrechterhalten und weiterhin auf ihre Umgebung achten können. Der Halbhirnschlaf stellt somit eine evolutionäre Anpassung dar, die das Überleben in spezifischen Lebensräumen sichert.
Beim Menschen gibt es zwar keine wissenschaftlichen Belege für einen echten Halbhirnschlaf, jedoch berichten einige Personen von dem Gefühl, mit einem „halben Bewusstsein“ zu schlafen. Dies könnte mit Schlafstörungen, erhöhtem Stress oder ungewohnten Schlafumgebungen zusammenhängen, in denen der Körper unbewusst in Alarmbereitschaft bleibt.
Unzureichender Tiefschlaf
Besonders bei Babys und Kleinkindern kommt es häufig vor, dass sie mit offenen Augen schlafen oder ihre Augäpfel unter den halbgeschlossenen Lidern verdrehen. Dies liegt daran, dass ihr Schlafzyklus noch nicht vollständig ausgereift ist und sie oft nicht in die tiefste Phase des Schlafs eintreten. Während des Übergangs zwischen Leicht- und Tiefschlaf kann es passieren, dass die Augen für kurze Zeit geöffnet bleiben.
Obwohl dieser Zustand für Eltern manchmal besorgniserregend aussehen kann, ist er in den meisten Fällen völlig ungefährlich. Das kindliche Nervensystem muss sich erst an einen stabilen Schlafrhythmus anpassen, was einige Monate oder sogar Jahre dauern kann. In der Regel verschwindet dieses Phänomen mit zunehmendem Alter von selbst.
Sollten jedoch weitere Auffälligkeiten wie Atemaussetzer, starke Unruhe oder langanhaltende Schlafprobleme hinzukommen, ist es ratsam, einen Kinderarzt zu konsultieren. Eine gute Schlafhygiene, ein ruhiger Einschlafprozess und ein fester Schlafrhythmus können helfen, die Schlafqualität von Babys und Kleinkindern zu verbessern.
Wachkoma
Beim Wachkoma, auch apallisches Syndrom genannt, handelt es sich um eine schwere neurologische Schädigung, bei der die betroffene Person zwar wach erscheint, aber keine bewusste Kontrolle über ihren Körper hat. In vielen Fällen sind auch die motorischen Funktionen der Augenlider betroffen, sodass es den Patienten nicht mehr möglich ist, die Augen willentlich zu schließen.
Da die schützende Funktion der Lider nicht mehr gegeben ist, sind die Augen permanent äußeren Einflüssen ausgesetzt. Ohne medizinische Maßnahmen wie regelmäßige Befeuchtung durch Augentropfen oder den Schutz durch Augenklappen kann die Hornhaut dauerhaft geschädigt werden. Dies kann zu Infektionen, Entzündungen oder sogar zu einem vollständigen Verlust der Sehfähigkeit führen.
Die Behandlungsmöglichkeiten im Wachkoma hängen vom individuellen Zustand des Patienten ab. Neben der medizinischen Versorgung der Augen spielt auch die allgemeine Pflege eine große Rolle. Physiotherapeutische Maßnahmen können in manchen Fällen helfen, die Lidfunktion zumindest teilweise wiederherzustellen. Angehörige und Pflegekräfte sollten daher regelmäßig mit Fachärzten und Therapeuten zusammenarbeiten, um die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.
Das Phänomen Schlafparalyse
Dabei kann es während des Schlafes passieren, dass sich die Augen öffnen. Einfach so. Bei der Schlafparalyse sind die bewusst gesteuerten Muskeln gelähmt. Dabei handelt es sich um ein natürliches Phänomen. In der Regel bekommt der Schlafende davon gar nichts mit und die Schlafparalyse verhindert, dass die Bewegungen, die im Traum gemacht werden, auch im Schlaf gemacht werden. Anhand der Schlafparalyse werden die geträumten Erlebnisse nicht auf den Körper übertragen. Gerade junge Erwachsene sind oft von der Schlafparalyse betroffenen, die auch besser unter dem Namen Schlaflähmung bekannt ist. Die Ursachen einer solchen Lähmung gestalten sich unterschiedlich, so kann langanhaltender Schlafmangel dafür verantwortlich sein. Aber auch Stress ist häufig der Auslöser dafür. Die Schlafparalyse tritt meist dann auf, wenn der Mensch einschläft oder aufwacht.
Es ist wichtig beim Schlafen die Augen zu schließen
Denn nicht nur der Körper, sondern auch das Auge braucht seine Ruhepause. Wer das Auge schließt, schützt es vor Staub und Kleinpartikel. Zudem kann das Auge dann auch nicht austrocknen, denn sind die Augenlider offen, kann dem Augapfel Feuchtigkeit verloren gehen. Somit wird das Auge gereizt und es trocknet aus. Brennende Augen sind die Folge daraus. Eine weitere Folge daraus, das Auge kann sich entzünden und muss mit entsprechenden Salben und Tropfen versorgt werden. Auch der Kopf ist nicht in der Lage abzuschalten, wenn die Augen beim Schlafen offen sind. Darum ist es wichtig, dass externe Reize beim Schlafen nicht existieren. Externe Reize können zum Beispiel sein: Licht, Geräusche, Fernsehbilder. Sie verhindern, dass es zum Tiefschlaf kommen kann.
Die Risiken von Offenen Augen im Schlaf
Die Folgen eines unzureichenden Lidschlusses reichen von leichten Beschwerden bis hin zu ernsthaften Augenerkrankungen. Betroffene wachen oft mit trockenen, gereizten oder geröteten Augen auf. Dies liegt daran, dass die Hornhaut im Schlaf nicht ausreichend durch den Tränenfilm geschützt wird, was zu einer erhöhten Verdunstung der Feuchtigkeit führt. Langfristig kann dies das Risiko für Infektionen, Hornhautschäden oder sogar eine verminderte Sehfähigkeit erhöhen. Zudem berichten viele Betroffene über eine schlechtere Schlafqualität, da der unvollständige Lidschluss das Einschlafen oder Durchschlafen erschweren kann.
Unbehandelt kann ein unzureichender Lidschluss erhebliche Risiken für die Augengesundheit mit sich bringen. Durch die fehlende Feuchtigkeit und den ständigen Kontakt mit Luft kann die Hornhaut austrocknen und anfälliger für Entzündungen oder Infektionen werden. In extremen Fällen kann dies zu Hornhautgeschwüren oder dauerhaften Sehstörungen führen. Zudem berichten viele Betroffene über einen gestörten Schlaf, da die Augen durch Lichteinfall oder das Unbehagen der Trockenheit immer wieder Reize erhalten, die das Durchschlafen erschweren.
Behandlungsmöglichkeiten
Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um ernsthafte Augenschäden zu vermeiden. Augenärzte können mithilfe spezieller Untersuchungsmethoden feststellen, ob ein Lagophthalmus vorliegt und welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen. Neben der Identifikation der Ursache ist es wichtig, gezielt Maßnahmen zu ergreifen, um die Augen während der Nacht optimal zu schützen. Dies kann durch spezielle Augentropfen, Augenmasken oder in schweren Fällen sogar durch chirurgische Eingriffe geschehen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um das Schlafen mit offenen Augen zu behandeln. In leichten Fällen können feuchtigkeitsspendende Augentropfen oder spezielle Augengele helfen, um die Augen über Nacht geschmeidig zu halten. Eine Augenklappe oder eine spezielle Schlafmaske kann ebenfalls verhindern, dass die Augen austrocknen. In schwereren Fällen kann eine medizinische Behandlung notwendig sein, etwa durch Lidgewichtsimplantate oder operative Eingriffe, die den Lidschluss wiederherstellen. Wer unter diesem Problem leidet, sollte sich daher frühzeitig augenärztlich beraten lassen, um langfristige Schäden zu vermeiden.
Tipps – Was tun gegen schlafen mit offenen Augen?
- Es ist entscheidend, eine angenehme und bequeme Schlafposition einzunehmen. Je bequemer umso besser.
- Die Augen sollten bereits beim Einschlafen geschlossen werden, so kann sich das Augenlid bereits ausruhen und bleibt somit geschlossen.
- Geräusche jeglicher Form sollten vermieden werden. Es sollte ruhig sein, wenn es zum tiefen Schlafen kommen soll. Eine ruhige Umgebung ist der beste Ort um zu schlafen.
- Zudem sollte es keine Lichtquelle geben, die den geruhsamen Schlaf nachhaltig beeinflussen kann.




